Die gängigsten Hausmittel gegen Erkältung

Eine Erkältung beim Baby ist auch ein FamilienproblemDie häufigste Form aller Erkrankungen ist Schnupfen und Erkältung beim Baby. Säuglinge und Kleinkinder leiden bis zu neunmal im Jahr darunter, Kindergartenkinder bis zu zwölfmal und Schulkinder haben im Schnitt jeden zweiten Monat Schnupfen.

Generell können Babys und Kleinkinder das ganze Jahr über an den Symptomen einer Erkältung leiden. Das bedeutet dass z.B. eine Erkältung beim Baby nicht durch Kälte sondern vielmehr durch eine Infektion durch Viren manchmal auch zusätzlich durch Bakterien verursacht wird. Eine Infektion der Schleimhäute von Nase, Hals und/oder den Bronchien ist dann meist die Folge.

Das „innere Schutzschild“ ist noch in der Aufbauphase.

Eine Erkältung beim Baby oder Kinder kommt oft daher, da die Kleinen noch kein ausgereiftes Immunsystem haben – erst durch eine Erkältung oder andere Erkrankungen wird die Abwehr der Kleinen trainiert.

Vor allem in den ersten Lebensjahren hat das Immunsystem von Kindern viel zu tun. Denn es gibt eine Vielzahl von Erregern, besonders die Rhinovieren welche meist für eine Erkältung verantwortlich sein können. Diese Viren fühlen sich vor allem in den Schleimhäuten der oberen und mittleren Atemwege wo eine Temperatur von ca. 33°C herrscht am wohlsten. Mit jedem „Keimangriff“ trainiert sich die Körperabwehr und so kommt es dass das Kind mit der Zeit gegen einige Viren sowie Bakterien immun wird. Mit dem Alter der Kinder steigt also auch die Stärke des Immunsystems und so ist es nicht verwunderlich dass eine Erkältung beim Baby öfter eintritt als bei einem Kind im Schulalter.

Eine Erkältung beim Baby zu verhindern ist kaum möglich.

Babix Inhalat AnzeigeAktiv kann man als Elternteil nur wenig tun, um das Kind vor einer Erkältung zu schützen. Eine gesunde Ernährung, viel trinken, sowie ein möglichst geregelter und vor allem stressfreier Tagesablauf tragen zum Aufbau des Immunsystems bei. Geben Sie Ihrem Kind viel Liebe, auch das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Stärkung des Immunsystems. Bis heute ist umstritten ob das warme Einpacken der Kleinen eine Erkältung verhindern kann. Auf keinen Fall sollten Kinder frieren, jedoch ist es nicht die Kälte die die Kinder krank macht sondern die Viren bzw. Bakterien.

Ist es erst einmal passiert und ein Baby hat sich erkältet, ist es sehr wichtig die Nase frei zu haben, da das Kind sonst nicht richtig atmen und das Schlafen zur Qual werden kann. Es gibt schon seit Jahrzehnten gute Erkältungspräparate zum inhalieren die es dem Kind ermöglichen eine freie Nase zu haben. Diese Präparate zeichnen sich durch sehr milde ätherische Öle (kein Menthol, Kampfer oder Ähnliches) aus, die sogar für Kleinkinder geeignet sind. Auch Erkältungsbäder vor dem Schlafen gehen helfen den Kleinen gut durch die Nacht.

Was kann ich alles tun um Antibiotika zu vermeiden? Ein Überblick über bewährte Hausmittel Erkältung beim Baby

Informiert man sich in Internetforen oder auf den Ratgeberseiten von Erziehungsmagazinen, findet sich eine Vielzahl verschiedener Empfehlungen mit den unterschiedlichsten Bewertungen. Die Erkältung des eigenen Babys bzw. Neugeborenen geht vielen jungen Müttern und Vätern deshalb so nah, da das verstopfte Näschen dem Kleinen unendlich zu schaffen macht, denn im ersten Lebensjahr atmen Babys fast ausschließlich durch die Nase.

Unter Umständen kann eine einfache Erkältung beim Baby schnell zu Komplikationen führen: Ein viraler Infekt der Nasenschleimhaut kann sich auf Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege ausbreiten. Daraus entwickeln sich nicht selten Entzündungen des Mittelohrs und der Bronchien.

Um diesen Komplikationen vorzubeugen ist die Freihaltung der Nasenatmung bei Infekten sehr, sehr wichtig.

Mit einer Zusammenfassung der meist genutzten Hausmittel bei der Behandlung von Erkältungen beim Baby und Kleinkind wollen wir Ihnen im Dschungel der Rezepte von Oma und Co. helfen, die Orientierung zu behalten.

Engelwurzbalsam

Der oft diskutierte Engelwurzbalsam zur Behandlung von Atemwegsbeschwerden wurde von der Hebamme Ingeborg Stadelmann entwickelt und enthält neben Engelwurz, der Namensgeberin des Produktes, die Zutaten Majoran, Thymian, Johanniskrautöl, Bienenwachs und Wollwachs. Der Balsam wird auf die Nasenflügel gestrichen – so können die enthaltenen ätherischen Öle über Haut und Schleimhäute in den Körper gelangen. Engelwurz an sich hat auf Erkältungen beim Baby bezogen eine leicht krampflösende Wirkung, so dass er das Abhusten erleichtert. Thymian und Majoran besitzen schleimlösende Eigenschaften, so dass sie bei einer Erkältung den Genesungsprozess fördern können.

 Muttermilch in die Nase tropfen

In der Muttermilch ist eine hohe Konzentration von Antikörpern enthalten. Diese können helfen, schneller den Schnupfen zu überwinden. Nach dem Stillen, einfach die letzten Tropfen Muttermilch, die noch aus der Brust, bzw. beim Stillen aus der anderen Brustseite austreten auf den Finger nehmen und dem Kind sanft in / an die Nase reiben. Selbstverständlich kann auch abgepumpte Milch in eine Tropfflasche gegeben werden. Diese kann im Kühlschrank aufbewahrt immer wieder tagsüber in die Nase gegeben werden.

 

Kochsalzlösungstropfen

Die Tropfen bestehen aus isotonischer Kochsalzlösung, d.h. 0,9 % Salzlösung. Sie helfen vor allem bei der Vorbeugung vor Erkältungen beim Baby, da dadurch die Sicherstellung Befeuchtung der Nasenschleimhaut, der natürlichen Barriere für Bakterien und Viren, unterstützt wird. Darüber hinaus können festsitzende Substanzen/verfestigte Nasensekrete – ohne Irritierungen der Schleimhäute – in den Rachen gespült. Nicht jedermann bzw. –kinds Sache, da der Geschmack und der Spülprozess gerade für die Kleinen sehr gewöhnungsbedürftig ist.

 

Aufgeschnittene Zwiebel am Bett

Die Zwiebel ist ein Heilmittel für ganz viele Kinderkrankheiten, ob als Auflage auf die Ohren bei Mittelohrentzündung, oder als Zwiebelsaft als Zuckerlösung, die Zwiebel lässt die Säfte fließen, nicht nur wenn man sie auf dem Brettchen kleinschneidet und die Tränen fließen lässt. In einer Schale neben dem Bett wird auch die Befeuchtung der Schleimhäute angeregt. Nachteil: nach dem Genesungsprozess liegt der Zwiebelduft immer noch im Raum.

 

Globulis bei Erkältung beim Baby

Die Homöopathie orientiert sich an einer Art Typenlehre, daher sollte man sich am besten von einem erfahrenen Homöopathen beraten lassen. Er oder sie stellt Ihnen dann gerne eine Notfallapotheke für Ihr Kind zusammen. Wichtig ist dabei, dass sofort bei Auftreten der ersten Symptome die Globuli eingesetzt werden. Damit kann auch einem Baby mit Erkältung auf sanfte Weise geholfen werden. Wegen der Gefahr des Erstickens sollten Globulis beim Baby immer auf einem Plastiklöffel aufgelöst in die Backentasche gegeben werden.

 

Anisbutter

Anisbutter wird bei Erkältungen beim Baby unter die Nase geschmiert. Anis beinhaltete ätherische Öle, die seketolytischen (Schleim lösenden), sekreomotorischen (Auswurf fördernden)und spasmolytischen (Krampf lösenden) Wirkungen. Weiterhin soll Anis den Schlaf fördernden, dem ja bekanntlich eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Anis wird generell bei Erkältungskrankheiten und auch bei Asthma empfohlen.

Anisbutter kann in der Apotheke (eher auf Vaselinebasis statt auf Butter) erworben oder selbst hergestellt werden. Will man sie selber machen mischt man 250 g weiche Butter mit 10 g zerstoßenen Anisfrüchten, dann gibt man 2 Tropfen Anisöl und etwas Lanolin dazu und erwärmt das ganze vorsichtig im Wasserbad auf 40 °C, da dann erst das Lanolin sich verflüssigt. Dann kann man langsam noch etwas Wasser unterrühren. Abkühlen lassen und im noch gut streichfähigen Zustand in Töpfchen abfüllen. Kühl und dunkel lagern. Bei Säuglingen sollte man vorsichtig sein, da einige Kinder bei direktem Kontakt mit ätherischen Ölen mit Hautauschlägen reagieren.

 

Schüssler-Salze

Bei Erkältungen beim Baby können je nach Fortschritt der Erkältung verschiedene Salze gegeben werden: Im ersten Stadium der Erkältung bei Frösteln oder Niesen geben Sie ihrem erkälteten Baby oder Kleinkind Schüssler Salz Nr. 3, Ferrum phosphoricum D12. Geben Sie sofort im Abstand von 10 Minuten (beim Baby 15 Minuten) je 1 Tablette. Wenn die Erkältung richtig ausgebrochen ist, geben Sie Kalium chloratum D6 (Nr. 4), das löst den schleimigen Husten. Geben Sie Nr. 2 (Calcium phosphoricum) bei trockenem oder „bellenden“ Husten, denn dieses Salz lockert die verkrampfte Brustmuskulatur. Bei nächtlichem Krampfhusten kann Nr. 7 (Magnesium phosphoricum D6) einen wertvollen Beitrag zur Genesung liefern. Nr. 8: Natrium chloratum hilft Reizhusten, aufgrund trockener Raumluft, in den Griff zu bekommen. Im Endstadium einer Erkältung, wenn eitrige Sekrete abgehustet werden sollen, unterstützt  Schüsslersalz Nr. 6, Kalium sulfuricim D6 den Auswurf dieser festsitzenden Substanzen.

 

Warme Milch mit Honig

Das Rezept ist ein Mütter und Großmütter: von vielen geliebt aber auch von vielen mehr gehasst, doch was steckt dahinter. Milch kann die Schleimhäute beruhigen, ähnlich wie nach dem Verzehr scharfer Gerichte. Honig kann den Hustenreiz mildern. Zusätzlich fördert das Getränk den erholsamen Schlaf: In der Milch, bzw. im Milcheiweiß, steckt die Aminosäure „Tryptophan“, eine Vorstufe von Serotonin, eines sog. Neurotransmitters, das den Schlaf fördert. Dieser gelangt allerdings erst dann ins Gehirn und steuert dort den Schlaf-Wachrhythmus, wenn ausreichend Zucker im Blut vorhanden ist. Daher ist die Kombination von Milch und Honig ein idealer Schlummertrunk, der den Schlaf und damit den Genesungsprozess fördert. Dieser Trunk ist nicht für Babys mit Erkältungen geeignet, da Babys unter einem Jahr keinen Honig verzehren sollten.

 

Hustentee aus Heilkräutern

In der Apotheke tummeln sich viele Kräuter, die je nach Mischung Bronchialschleim lösen oder Hustenreiz lindern können. Je nach Erkältungsart bzw. Erkältungsfortschritt können verschiedene Kräuter eingesetzt werden. Da viel Trinken eine wichtige Therapie begleitende Maßnahme bei Erkältung ist, macht der Einsatz von Hustentee bei einer Erkältung, auch beim Baby, Sinn.

Die Tipps auf erkältung-beim-baby.de sollen keine Handlungsanweisungen darstellen, sondern sind als Orientierungshilfe gedacht. Die individuelle Beratung bzw. Diagnose durch einen Arzt oder andere Fachleute können sie selbstverständlich nicht ersetzen.